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Montagsblog statt Montagsauto

Warum ich montags blogge.

Montage haben einen schweren Stand. Das Wochenende ist vorbei, der Alltag ruft.

Statt Freizeit, Familie und einer Menge Erlebnisse warten nun die Routine und die Mühen des Alltags. Pflicht statt Kür.

Viele Menschen sind am ersten Arbeitstag der Woche im Montagsblues. Die Stimmung ist unten und da das Wochenende zwar toll, aber weitaus weniger entspannt als gedacht war, schleppen sich viele ziemlich unausgeschlafen durch den ersten Tag der Woche.  In der Automobilindustrie steht der Montag für Arbeitsfehler und Schlamperei: Montagsautos sind Autos, die ungenau und schlampig gefertigt wurden.

Es lebe das Wochenende!

Auch ich bin kein Montagsfan. Zu sehr liebe ich das Wochenende: den Stress einen Gang runterschalten, das Privatleben einen Gang hoch. Statt Routine lieber ausgiebig frühstücken, etwas Tolles unternehmen und Zeit haben für Freunde und das Leben. Wer braucht da schon den Montag, das Grau, die Routine?

5 Gründe dem Montag dennoch eine Chance zu geben

Natürlich sind frühes Aufstehen, Arbeit und weniger Freizeit etwas ganz anderes als Ausschlafen, Ruhe und Zeit für Spaß und Hobby. Doch deswegen immer mit schlechter Laune und Unlust in den Montag starten? Ich halte das für eine vertane Chance und eine schlechte Idee und zwar aus mehreren Gründen:

  1. Ja, Aufstehen nach dem Wochenende ist mühsam. Als Morgenmuffel weiß ich genau, wovon ich hier schreibe. Doch mit schlechter Laune ist ein schlechter Montag  vorprogrammiert. Es ist die selbsterfüllende Prophezeiung: Was ich mit schlechter Laune angehe, wird selten gut. Das Fazit: Misserfolg und Frust. Das Ziel müsste es also sein, dem Montag wenigstens neutral zu begegnen. Gute Laune ist vielleicht zu viel des Guten. Aber schlechte Laune muss es ja auch nicht gleich sein.
  2. „Allem Anfang wohnt ein Zauber inne“, schrieb Hermann Hesse. Nein, meine Montage sind nicht zauberhaft. Aber es kann sich ja zumindest lohnen, die neue Arbeitswoche auch als Chance zu sehen. Vielleicht sogar mit einem Wochenziel: Was gehe ich diese Woche an? Das sollte der Montagsdepression etwas die Stirn bieten. Aktivität ist schließlich immer noch die beste Medizin gegen schlechte Laune.
  3. Unser Leben besteht aus mehr Alltag als Wochenende. 5 zu 2 – das ist ein klares Kräfteverhältnis. Es bringt also relativ wenig, das Leben ständig nur aufs Wochenende zu vertagen und die Arbeitswoche einfach durchzustehen. Stattdessen scheint es mehr Sinn zu machen am eigenen Alltagsrhythmus arbeiten und die Woche so gestalten, dass sie kleinere und größere Highlights enthält. Für mich sind das z. B. ein Bier mit Freunden am Abend, eine bewusst gestaltete Mittagspause oder die Champions League am Mittwochabend.
  4. Gerüchten zufolge soll es tatsächlich möglich sein, auch am Montag zu lachen und gute Laune zu haben. Im Ernst: Es gibt genügend Dinge, die am Montag genauso schön sind wie an den anderen Tagen. Wahrnehmen kann ich diese Dinge allerdings nur, wenn ich nicht mit der Grundannahme durchs Leben gehe, dass montags bestenfalls nur nichts Schlimmes passiert.
  5. Der Montag bestimmt über den Rest der Woche. Das klingt hart, ist aber plausibel. Bummle ich völlig genervt und schlecht gelaunt durch den Montag, so werde ich das vermutlich bereits am Dienstag büßen müssen. Zum Beispiel weil ich mein Trödeln am Montag mit einer stressigen Restwoche ausbaden muss. Gebe ich aber schon am Montag richtig Gas und schaffe vielleicht sogar ein paar unliebsame Aufgaben weg, so kann ich bereits am ersten Feierabend zuversichtlich in die neue Woche blicken.

Dann also ein Montagsblog!

Aber ich möchte dennoch versuchen, dem Montag eine Chance zu geben. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, meinen Blog als Montagsblog zu gestalten.

Zukünftig werde ich meine neuen Artikel immer an einem Montagmorgen posten.

Vielleicht kann ich so manch einem eine kleine Aufheiterung im Montagsblues bieten. Oder ich liefere den Lesestoff für die erste Kaffeepause der neuen Woche.  Am Wochenende ist jede Menge los. Da braucht es keine weiteren Impulse. Der Montag kann mehr Input vertragen. Ab sofort bin ich deshalb Montagsblogger.

Also: Einen schönen Montag Euch allen. 

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