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Mit Texten Geld verdienen - Was geht und was geht nicht?

Ein Resümee zum ersten Texter-Geburtstag

Heute ist mein erster Texter-Geburtstag. Vor genau einem Jahr habe ich mich bei Golocal angemeldet und angefangen, meine ersten Bewertungen zu schreiben. Damals reizte mich der Spaß am  kreativen Schreiben und ein 10€-Amazon-Gutschein, um einfach mal loszulegen.

Mittlerweile ist viel passiert. Neben dem Bewerten werde ich nun auch in anderen Bereichen aktiv. Ich habe ein Nebengewerbe angemeldet und schreibe als „Der Textbecker“ jetzt auch regelmäßig für Textbörsen, Blogs und andere Auftraggeber. Immer öfter werde ich gefragt, wie das denn funktioniert mit dem Texten im Internet. Deshalb gibt es heute diesen Bericht. Er kann auch eine Empfehlung sein für alle, die ebenfalls überlegen als Texter im Internet aktiv zu werden:

Bewertungsportale

Mittlerweile gibt es etliche Bewertungsportale im Internet. Bewertungen sind das neue Gold im digitalen Zeitalter. Viele Unternehmen sind scharf auf authentische Bewertungen. Und einige Firmen lassen sich das sogar etwas kosten.

Doch eines sollte klar sein: Reich wird man mit Bewertungen nicht. Auch sollte man unbedingt seine Finger von Fakebewertungen und anderem Unsinn lassen. Für mich bedeuten die Bewertungsportale daher vor allem Spaß:

GOLOCAL

Quelle: golocal.de
Quelle: golocal.de

Geldfaktor:  

Spaßfaktor:  J J J J J

Golocal ist meine Heimat. Die Plattform, die eng mit „Das Örtliche“ kooperiert, gibt Punkte auf Bewertungen und Fotos zu deutschlandweiten Sehenswürdigkeiten, Geschäften und Restaurants. Je mehr Punkte man erhält, umso höher steigt man in der Texter-Hierarchie. Ab und an gibt es auch kleine Aktionen, mit denen man dann Amazon-Gutscheine verdienen kann. Reich wird man hier nicht. Dafür ist die Community unheimlich nett und sehr aktiv. Man bekommt viel Resonanz auf eigene Artikel. Das macht wirklich Spaß.

 

Tipp:  Wer „Herausforderungen“ annimmt und abarbeitet, bekommt extra Punkte. 



CIAO

Geldfaktor:  € € 

Spaßfaktor:  J  

Ciao ist eine gigantische Bewertungsplattform. Hier kann nahezu alles bewertet werden vom Hotel bis zum Schuhlöffel. Geld verdient man, indem andere Nutzer die eigene Bewertung als „sehr hilfreich“ oder „besonders hilfreich“ einordnen. Das ist jedoch leider der große Haken: Wer selbst verdienen will, muss sich bekannt machen und auch andere bewerten. Das führt schnell dazu, dass  Bewertungen oft nur überflogen und lediglich nach Länge bewertet werden. Daher macht die Plattform leider nicht allzu viel Spaß. Lukrativ wird Ciao aber vor allem durch den Premium-Fonds. Hier bewertet die Plattform monatlich gute und solide Bewertungen. Pro Bewertung kann das ca. 4-5 € ausmachen.    

 

Tipp: Nicht zu viele Bewertungen auf einmal posten, da diese sonst nicht beachtet werden.



GOOGLE

Quelle: pixabay.com
Quelle: pixabay.com

Geldfaktor:  -

Spaßfaktor:  J J J

Der Guru unter den Rezensionsplattformen ist natürlich Google. Hier kann man nahezu alle Hotels, Restaurant und Sehenswürdigkeiten weltweit bewerten. Das eigentlich Krasse an der Sache: Google zahlt dafür 0,0 Cent, obwohl der Online-Riese Unsummen mit den Bewertungen verdient. Lediglich Punkte werden vergeben. Dennoch macht Google ziemlich viel Spaß, da die eigenen Bewertungen hier natürlich die größte Reichweite erzielen. Wer als „Local Guide“ eine hohe Stufe erreicht, kann zu speziellen Treffen für Local Guides eingeladen werden. 

 

Tipp: Es gibt viele Punkte auf Fotos. Deshalb können hier auch Menschen mit mäßigem Schreibtalent viele Punkte sammeln.    



TRIPADVISOR

Quelle: pixabay.com
Quelle: pixabay.com

Geldfaktor:  -

Spaßfaktor:  J J J

Von Reisenden mittlerweile ebenso oft genutzt, wie Google: TripAdvisor. Nirgendwo sonst findet man so viele Informationen über Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten weltweit. Besonders gut an TripAdvisor finde ich, dass hier alle Bewertungen gründlich geprüft werden.

Verdienen kann man mit TripAdvisor nichts. Dafür gibt es eine Menge Punkte und Badges, die man ähnlich wie bei einem Online-Spiel "erobern" bzw. erarbeiten kann. Ist man allerdings einmal in Stufe 6 angekommen, gibt es leider nicht mehr viel Neues zu gewinnen. Trotzdem macht das Schreiben hier eine Menge Spaß.

 

Tipp: Wer eine Reise plant, sollte sich wichtige Sehenswürdigkeiten mit der Funktion "Meine Reise" zusammenfassen. So fällt anschließend auch das Bewerten leichter.



AMAZON, BILLIGER.DE UND CO.

Quelle: www.guenstiger.de

Geldfaktor:  -

Spaßfaktor:  J 

Natürlich muss jeder selbst wissen, ob er Spaß daran hat, Produkte für die ganz Großen zu schreiben. Diese vergüten das Engagement der Autoren nämlich (nahezu) überhaupt nicht. Man investiert also eine Menge Mühe und das nur, damit große Konzerne noch reicher werden. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, hier keine Bewertungen mehr zu schreiben, sondern allenfalls andere Bewertungen von mir anzupassen und adaptiert zu veröffentlichen.

  • Amazon: Es gibt keine Entlohnung, dafür eine große Reichweite. Bewertungs-Gurus können allerdings irgendwann zu Produkttestern aufsteigen. Dafür gibt es aber weder eine Garantie noch Transparenz.
  • Billiger.de: Früher gab es eine angemessene Entlohnung. Die gibt es jetzt nur noch bei seltenen Aktionen. Dafür gelten sehr strenge Vorgaben für Bewertungen. Fazit: Nur Ärger und wenig Spaß.
  • Günstiger.de und Sonstige: Es gibt ebenfalls nichts zu verdienen und auch herzhaft wenig Anerkennung.


Textbörsen

Quelle: pixabay.com
Quelle: pixabay.com

Wer sich nicht auf Produktbeschreibungen und Rezensionen beschränken möchte, der kann sich Textaufträge über verschiedene Textbörsen sichern.

Das Prinzip ist überall gleich: Zunächst muss man im Rahmen einer Registrierung eine Textprobe abgeben. Diese wird dann geprüft. Danach wird man in eine Qualitätsstufe eingeordnet. Diese bestimmt anschließend über den Preis, den man pro Wort verdienen kann. Ist diese Registrierung abgeschlossen, kann es losgehen.

Und so funktioniert es: Aus den verfügbaren Textanfragen kann man sich eine OpenOrder aussuchen und annehmen. Dabei sieht man bereits im Voraus den Verdienst, den man für den Text erzielen kann. Nun muss der Text in einer vorgegebenen Frist nach den Vorgaben des Auftraggebers erstellt werden. Nachdem man den Text eingereicht hat, wird dieser von der Plattform geprüft und vom Auftraggeber abgenommen. Das Honorar wird dann auf dem Benutzerkonto gutgeschrieben.

Hat man sich nach einiger Zeit einen Namen gemacht, kann es vorkommen, dass man auch direkte Aufträge, sog. DirectOrders bekommt. Das bedeutet, dass man von Kunden Exklusivaufträge bekommt, die deutlich besser vergütet sind als offene Aufträge. - Im Folgenden stelle ich die gängigsten Textbörsen vor:

TEXTBROKER

Quelle: textbroker.de

Geldfaktor:  € € € €

 

Verfügbare Aufträge:  + + + + +

Preis pro Wort (Stufe 4): 1,3 Cent

Textbroker ist die wohl größte Textplattform im deutschen Raum. Das Unternehmen mit Sitz in Mainz bietet eine sehr interessante und große Palette an Textaufträgen. Es werden also nicht nur eintönige Produktbeschreibungen angefragt, sondern manchmal auch Ratgebertexte oder Texte zu Sachthemen.

Ich finde hier immer wieder interessante Aufträge. Die Bearbeitungszeit ist angemessen. Toll ist, dass man etwa alle 6 Wochen eine qualifizierte Rückmeldung der Plattform zu den eingereichten Texten erhält.

 

Tipp: Es ist sinnvoll, sich fertige Aufträge in Word abzuspeichern, da die Texte nicht mehr zur Verfügung stehen, nachdem sie einmal eingereicht wurden.

(Sie dürfen aber natürlich nicht weiterverkauft werden!)



PAGECONTENT

Geldfaktor:  € € € 

 

Verfügbare Aufträge:  + 

Preis pro Wort (Stufe 4): 2,35 Cent

Um es ganz offen zu sagen: In den letzten Monaten ist bei Pagecontent sehr wenig los. Oft gibt es keine Aufträge und wenn, dann sind es entweder Produktbeschreibungen oder sehr extravagante Aufträge mit einer niedrigen Qualitätsstufe. Allerdings ist Pagecontent aus einem anderen Grund interessant. Hier kann man eigene Texte zum Verkauf anbieten. Dabei kann man den Wortpreis selbst vergeben. Eine tolle Lösung für Texte, die man vielleicht noch übrig hat. Allerdings sollte man sich keine Illusionen machen, dass eigene Texte schnell gekauft werden. Bei mir hat es aber schon geklappt.

 

Tipp: Einfach einmal ein paar Texte zum Verkauf anbieten. Vor allem Ratgeber und Kommentare werden häufiger gekauft.



CONTENT.DE

content.de

Geldfaktor:  € € 

 

Verfügbare Aufträge:  + +

Preis pro Wort (Stufe 3): 1,2 Cent

Auch bei Content.de ist in den letzten Monaten leider nicht mehr allzu viel los. Ansonsten finden sich hier überwiegend Aufträge für SEO-Texte (suchmaschinenoptimiert) und  Produktbeschreibungen.

Im Gegensatz zu anderen Portalen hat Content.de 7 Qualitätsstufen, so dass man fließender auf- und absteigen kann. Das nützt allerdings leider nichts, wenn es an Aufträgen fehlt, mit denen man sich bewähren kann.

 

Tipp: Im Autorenprofil wird eine Storno- und Annulierungsquote veröffentlicht. Also Vorsicht bei der Annahme von Texten: Nur annehmen, was man auch abgeben kann.



GREATCONTENT

 

greatcontent

Geldfaktor:  € € € € 

 

Verfügbare Aufträge:  ++++ 

Preis pro Wort (Stufe 5): 3,5 Cent

Greatcontent hat fast immer Aufträge vorrätig. Allerdings beschränken sich diese nahezu ausschließlich auf Produktbeschreibungen. Oft geht es aber auch nur darum, eine bestehende Produktbeschreibung umzuschreiben. Das ist zwar nicht sehr aufregend, aber relativ leicht verdientes Geld. 

 

Tipp: Greatcontent bietet auch eine Vorschlagsoption. Hier können Autoren Vorschläge für Blogbeiträge machen. Gefallen diese dem Auftraggeber, kann der Autor mit einer DirectOrder rechnen.



TRIPSBYTIPS

 

TRIPSBYTIPS

 

Geldfaktor:  € € € € €

 

Verfügbare Aufträge:  +++++

Preis pro Wort: mind. 2 Cent

Die Textbörse Tripsbytips ist ein Exot unter den Textbörsen. Denn hier geht es ausschließlich um Artikel für Reiseziele: Kreuzfahrten, Flugreisen, Ferienwohnungen. Die Aufträge müssen nach sehr peniblen Vorgaben erledigt werden. Wer damit keine Probleme hat, kann eine recht passable Vergütung erhalten. Zudem gibt es Zuschläge für eilige oder besonders gute erledigte Aufträge.

 

Tipp: Tripsbytips sucht auch Fotografen. Diese können sich separat registrieren und Bilder für das Portal schießen.



Eigene Textakquise

Quelle: pixabay.com
Quelle: pixabay.com

So praktisch und schnell Textbörsen auch sind, so klar ist auch eine Tatsache: Textbörsen sind keine Wohlfahrtsorganisationen. Natürlich wollen die Betreiber der Börsen mitverdienen. Deshalb fällt der Preis, den ein Autor erzielen kann, in der Regel doch eher dürftig aus. 

Wer also wirklich lukrativ arbeiten will, der wird auf Dauer nicht daran vorbeikommen, sich eigene Auftraggeber zu suchen. 

Dazu sollte man zunächst ein kleines Portfolio oder einige Mustertexte anlegen, mit denen man potentielle Kunden von der eigenen Arbeit überzeugen kann. 

Anschließend gibt es zwei Möglichkeiten:

1. TeXTERPLATTFORMEN

Quelle: texterjobboerse.de
Quelle: texterjobboerse.de

Auf verschiedenen Internetseiten suchen Kunden nach Textern und Autoren. Die aktivste Plattform ist dabei sicher die Texterjobboerse, bei der Autoren auch kostenlose Such-Inserate aufgeben können. Für alle, die sich auch mit XING auskennen: Auch hier ist die Auftragssuche sehr interessant. Einige wenige Treffer bieten außerdem auch Jobbörsen, wie Indeed. Geeignete Suchbegriffe sind hier "Freelancer", "Texter" oder "Autor". Allerdings ist das Geschäft mühsam. Entweder ist man bereit für Hungerlöhne zu arbeiten oder aber man muss sich darauf einstellen mit vielen Bewerbern zu konkurrieren. Oft genug erhält man auf Anfragen auch überhaupt keine Antwort. Zudem noch ein Hinweis: Im Gegensatz zu Textbörsen fehlen in der freien Akquise Sicherheiten. Man sollte also nicht zu leichtsinnig in Vorleistung gehen und große Textmengen ohne Rechnung abgeben. Ich schreibe daher oft erst kleinere Texte. Erst wenn die erste Rechnung bezahlt wurde, liefere ich dann auch größere Textaufträge.

 

2. NETWORKING

Quelle: pixabay.com
Quelle: pixabay.com

Die für mich deutlich effizientere Möglichkeit der Kundenakquise ist das Networking. Dazu zählen für mich verschiedene Instrumente:

  • Hartnäckig bleiben: Ist ein Kunde mit meinem Auftrag zufrieden, bedanke ich mich für die gute Zusammenarbeit. Ganz "zufällig" frage ich dabei natürlich auch nach weiteren Projekten. Wer hier etwas frech, aber nicht unverschämt ist, kann immer mal wieder auch neue Aufträge abstauben.
  • Kontakt halten mit ehemaligen Kunden: Ich bemühe mich um einen guten Umgang mit ehemaligen Kunden. Gelegentlich biete ich auch Textvorschläge an. Außerdem ist es mir wichtig, dass sich meine Kunden auf mich verlassen können.
  • "Nerven" im Bekanntenkreis: Natürlich wissen mittlerweile auch alle meine Bekannten und Freunde von meinem neuen Hobby und meiner Nebentätigkeit. Diese Art von Mundpropaganda ist nicht nur unterhaltsam, sondern (hoffentlich) auch ziemlich nachhaltig.
  • Homepage und/oder Blog: Es ist wichtig, immer mal wieder auf sich aufmerksam zu machen. Neben einer Homepage, die als Portfolio fungiert, versuche ich auch mit einem Blog im Gespräch zu bleiben, den ich immer wieder mit kleinen Artikeln füttere. 
  • Social Media: Ich lasse meine Domain auch immer mal wieder auf Facebook, Instagram und Co. fallen. Auch das hilft, um im Gespräch zu bleiben oder überhaupt erst zum Gesprächsthema zu werden.

Das Fazit: 3 Anregungen

Ein Jahr lang bin ich nun als Texter aktiv; im Nebenberuf und ohne Texter-Ausbildung. Ich bin also immer noch ein Anfänger. Dennoch sind mir in dieser Zeit schon einige Dinge klar geworden, die ich hier gerne weitergebe:


1.) Reich ist Anders - arm aber auch!

Quelle: pixabay.com
Quelle: pixabay.com

Möchte man wie ich nur nebenberuflich etwas texten, sozusagen als bezahltes Hobby, so kann ich sagen, dass ich doch ziemlich zufrieden bin. Müsste ich mit dem Texten natürlich meinen kompletten Lebensunterhalt inklusive Sozialversicherung verdienen, so sähe die Sache etwas anders aus.

So aber habe ich mit meinem Hobby einen netten Zuverdienst:

 

Über Geld spricht man nicht? - Etwas vielleicht schon:
Im Rahmen dieses Artikels ist es sicher interessant wenigstens etwas über die Wirtschaftlichkeit des Textens zu berichten. Also: Nach den ersten Erfahrungen in Bewertungsportalen schreibe ich seit Ende April auch in Textportalen und seit Mai auch für eigene Auftraggeber. In der Regel verwende ich pro Woche etwa 4 bis 6 Stunden für mein Hobby. Mach ich nun nach 5 Monaten Kassensturz und rechne meinen Ertrag auf ein Jahr hoch, so sollte dieser auch nach Abzug der Steuer in jedem Fall für einen sehr ordentlichen Sommerurlaub reichen.
Ich denke das ist für ein Hobby doch sehr passabel.

Allerdings: Gerade am Anfang sollte man viel Geduld haben und auch mit Enttäuschungen zurechtkommen.

2.) Hobby bleibt hobby - Gute Texte leben von Spaß und Freude!

In den vergangenen Monaten habe ich zeitweise den Fehler gemacht, eher auf den Ertrag, als auf den Spaß zu achten. Keine gute Idee! Abends nach der Arbeit ohne Lust an Texten zu schreiben ist wenig zielführend. So entstehen nur Texte ohne Witz und Charme. Gute Texte brauchen aber Spaß, Freude und auch etwas Zeit. Deshalb gönne ich mir seit einigen Wochen wieder den Luxus, Aufträge abzulehnen und nur Texte zu verfassen, die mir wirklich Spaß machen. Das wirkt sich spürbar auf die Resultate aus. Wer also ausschließlich als Hobby texten will, dem kann ich nur raten Geduld zu haben und den Spaß in den Vordergrund zu stellen. 

3.) Das Liebe Finanzamt - Weniger schlimm, als gedacht!

Am Anfang dachte ich, es sei wahnsinnig kompliziert ein Gewerbe anzumelden. Von wegen! Als Texter genügen eine formlose E-Mail an das Finanzamt und eine kurze Absicherung bei der Krankenkasse. Außerdem empfehle ich noch eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer zu beantragen, um die eigene Steuernummer zu schützen. Das ist alles.

Meine Gewinn-und-Verlust-Rechnung mache ich mit der Steuersparerklärung, meine Rechnungen erstelle ich mit Word. Alles nicht sehr kompliziert. In jedem Fall kann ich aber nur empfehlen alles anzumelden. (Einige Textbörsen zahlen das Honorar ohnehin nur bei Mitteilung einer Steuernummer aus.) Ich finde es zwar heftig, dass fast 40 % des Ertrages für die Steuer abgehen, allerdings kann ich auch alles, was ich mir für die Tätigkeit als Texter kaufe (Drucker, PC, Telefonkosten), ganz oder teilweise als Betriebsausgabe angeben, was sich steuermindernd auswirkt.

Also: Bitte keine Angst haben, alles ordentlich durchzuziehen. Ehrlich währt am längsten!

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Kommentare: 2
  • #1

    Ursula Martens (Sonntag, 08 Oktober 2017 03:40)

    Toll geschrieben und sehr hilfreich :)

  • #2

    Marius Ahlers (Donnerstag, 12 Oktober 2017 15:22)

    Hallo Norbert,

    vielen Dank für die Berücksichtigung unseres Unternehmens in Ihrem Bericht.

    Auf zwei Aspekte möchte ich jedoch an dieser Stelle gerne verweisen:

    1. Über 50 % der Aufträge unserer Texter werden über Direct Orders zum individuellen Pro-Wort-Honorar des jeweiligen Texters abgewickelt. Es ist daher empfehlenswert, sich bei Auftraggebern durch die Übernahme von Open Orders, durch Themenvorschläge (auch bei uns schon länger als bei greatcontent möglich) oder die Teilnahme an Ausschreibungen des Schwarzen Bretts zu beteiligen.
    2. Durch unsere Feinabstufungen in den Qualitätsstufen können höher qualifizierte Texter (Qualitätsstufe 4 Sterne + und 4 Sterne ++) über den offenen Markplatz ein höheres Honorar erzielen, als dies bei den Mitbewerbern der Fall ist.

    Die Zielsetzung eines Texters sollte sein, sich eine Stammkundschaft aufzubauen, sodass er und sein Kunde sämtliche Vorteile einer Texterplattform in Anspruch nehmen und er gleichzeitig sein Wunschhonorar realisiert.